
Das Depot schließt und findet keine neue Bleibe, das Afro Brasil wird
verlegt, jetzt macht Ende November das Zentrum Zoo seine Pforten dicht
– drei Ereignisse mit unterschiedlichen Hintergründen und
unterschiedlichen Verantwortlichen, jedoch auch drei Ereignisse die
symptomatisch sind für den derzeitigen Zustand des Tübinger Kultur-
und Nachtlebens: Außer als Lärmbelästigung und Ruhestörung wird es
kaum noch wahrgenommen, mehr und mehr findet es kaum noch statt.
Dieser Zustand hat vielfältige Ursachen, die sich einer einfachen
Lösung entziehen – gemeinsam stellen sie aber für eine
Universitätsstadt durchaus ein Problem dar.
Einige sind nicht mehr bereit die Abwicklung der Tübinger
Ausgehkultur, die Intoleranz gegenüber Pop- und Alternativkultur und
den Verfall des Tübinger Nachtlebens einfach hinzunehmen.
Seit einigen Wochen wird deshalb die Bürgerinitiative „Kultur und
Nightlife" vorbereitet, die alle, denen Nightlife, Pop- und
Alternativkultur, Kneipen und Clubs, Konzerte und Partys in Tübingen
am Herzen liegen, zusammenbringen will.
Erklärtes Ziel der Initiative ist es, der Dafürfraktion Tübingens eine
Stimme zu geben. Es sollen Lösungen und Wege gefunden werden, um in
Tübingen wieder mehr und länger Events, Clubveranstaltungen, Konzerte
und ähnliches zu ermöglichen. Am offensichtlichsten brauche es dafür
mehr nutzbare geschlossene und auch offene Räume, sowohl öffentlich
als auch privat verwaltet, einen besseren Dialog mit AnwohnerInnen und
mehr Verständnis auf allen Seiten – bei Veranstaltern, Verpächtern,
Verwaltung, Anwohnern und Besuchern gleichermaßen – und nicht zuletzt
ein offenes Ohr und Problembewusstsein aller EntscheiderInnen.
Ausführliche Informationen zur Bürgerinitiative finden sich bereits
auf der vorläufigen Webseite
http://www.initiative.partykel.de , vor
allem gibt es dort die Möglichkeit sich als UnterstützerIn der guten
Sache zu registrieren.
Ein erstes Treffen ist für Montag den 21.08. um 18 Uhr in der
Marquartei geplant, wo die bisherigen Überlegungen zur Initiative,
Grundsätze und die ersten Aktionen vorgestellt und diskutiert werden
sollen. Alle Infos dazu gibt es ebenfalls unter
http://www.initiative.partykel.de.