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Mooooooment:
Du meinst, zwei Staaten, die demokratisch gewählte Regierungen gewählt haben, führen keinen Krieg gegeneinander (Theorie des demokratischen Friedens). Welches Wirtschaftssystem sie haben ist dabei irrelevant. Der Irak war auch im globalen Weltmarkt stark vertreten, dennoch wurde er von den USA angegriffen. Es ist jedoch richtig, dass es zwischen Staaten weniger Kriege gibt, dafür steigt die Anzahl der innerstaatlichen Kriege. Diese Kriege werden auf viel kleinerem Level geführt (werden manchmal auch low intensity wars genannt). Und dabei sind nichtstaatliche Akteure die Haupzbeteiligten. Diese agieren lokal, finanzieren aber ihre militärischen Operationen durch den Welthandel. Was hier stattgefunden hat, ist nicht der verbreitete Friede zwischen Staaten durch den Wirtschaftsliberalismus, sondern ein Wandel des Krieges, bei dem Staaten einfach nicht mehr die Hauptakteure sind. (Van Creveld: Die Zukunft des Krieges).
Außerdem VORSICHT: Liberalismus beinhaltet zwar auch Wirtschaftsliberalismus, aber Wirtschaftsliberalismus beinhaltet deswegen noch lange nicht Liberalismus.
PS: Die Zeiten, in denen Linke noch am System der DDR/ SU geklebt haben, sind schon lange vorbei. Es gibt zwar noch einige Träumer, die Chavez und Kuba kritiklos hochjubeln, aber diese Positionen sind alles andere als Konsens im linken Sammelbecken. Das war vor 10 Jahren vielleicht anders.
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